Diversität in der Praxis der Diakonie

Kurzbericht vom zweiten regionalen Workshop

Mit diakonischen Trägern und Einrichtungen aus der Region Wuppertal fand am 9. Februar 2021 der Regionalworkshop Diversität statt. Ziel war, im Gespräch zu erörtern, wie Diversität sich in der Praxis diakonischer Arbeit zeigt und was das für die Strategie der Diakonie Deutschland bedeutet.

Prof. Dr. Theresia Degener vom Bochumer Zentrum für Disability Studies – BODYS führte mit einem Vortrag zum Thema „Diversität in der Gesellschaft und Schlussfolgerungen für die Diakonie“ ein. Im Zentrum ihres Vortrages standen zwei Überlegungen: zum einen - die rechtlichen und menschenrechtlichen Grundlagen von Diversitätsarbeit beschreiben die Pflichten von Organisationen in Bezug auf Diversität klar und teilweise genau. Zum anderen ist Diversität intersektional, die einzelnen Dimensionen oder Formen von Diversität können nicht isoliert voneinander zu gesehen werden.

Mit Blick auf die Praxis stellte das Diakonische Werk Solingen sein Kooperationsprojekt NRWeltoffen vor, anhand dessen im Gespräch deutlich wurde, wie wichtig eine rassismuskritische Diakonie ist. Im Sozialraum und in den sozialen Angeboten, gegenüber Klient*innen und innerhalb diakonischer Organisationen ist eine klare Haltung gegen Rassismus unabdingbar.

Konkrete Anregungen für die Strategieentwicklung trugen die Teilnehmenden in der Gruppenarbeitsphase zusammen. Hier wurde klar: Diakonie kann von einer lebendigen Debatte über Diversität nur gewinnen. Denn Diakonie kann und sollte, so die Meinung der Anwesenden, diverser werden – für die Qualität der Angebote und die Personalfindung, gerade für Führungsaufgaben. Eine theologische Debatte über Diversität in Kirche und Diakonie und ein Monitoring von Fortschritten bei Diversitätsprozessen werden dabei eine unerlässliche Rolle spielen und sicherlich immer wieder heiß debattiert sein.


These zur Diskussion

Auf Basis der Veranstaltung haben wir mehrere Thesen formuliert. Die untenstehende These haben wir veröffentlicht. Haben Sie dazu eine weiterführende Idee? Oder möchten Sie widersprechen? Dann diskutieren Sie mit!

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